Steffen Burkhardt

Medienskandale

Zur moralischen Sprengkraft öffentlicher Diskurse

Medienskandale sind publizistische Brandbomben. Steffen Burkhardt analysiert, wie Skandale bereits seit über zwei Jahrtausenden aus Gemeinschaften mächtige Gesellschaften formen – und sie wieder zu Fall bringen.

Mit der Erfindung der Massenmedien haben sich Skandale zur gefährlichen Waffe politischer Einflussnahme entwickelt: als Informationsvirus mit revolutionärer Sprengkraft. Sie enthüllen vermeintliche Missstände hinter den öffentlichen Fassaden der Macht und aktualisieren das soziale Selbstverständnis. In Medienskandalen offenbaren sich so die komplexen Deutungskämpfe innerhalb einer Gesellschaft. Auf dem Schlachtplatz öffentlicher Moral streiten Interessengruppen um symbolische Autorität, politischen Einfluss und ökonomische Herrschaft. Wie kommen Skandale in den Medien zustande? Wie lassen sie sich steuern? Und wie verhindern?

Dieses Buch erklärt die Mechanismen des Medienskandals und zeigt an historischen Fällen, wie Journalisten, PR-Berater und Skandalopfer aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport um öffentliche Inszenierungshoheit kämpfen.

AUTOREN / HERAUSGEBER

Steffen Burkhardt forscht und lehrt am Lehrstuhl Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Hamburg mit den Arbeitsschwerpunkten Medien- und Diskursanalyse, Medienethik sowie politische Kommunikation. Er leitet das International Media Center Hamburg (IMCH). Burkhardt studierte und promovierte als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes im Department Sozialwissenschaften der Universität Hamburg. Seine im Herbert von Halem Verlag publizierte Grundlagenstudie Medienskandale – Zur moralischen Sprengkraft öffentlicher Diskurse wurde von der Zeitschrift Politik und Kommunikation als Standardwerk der politischen Kommunikation ausgezeichnet. Weitere Informationen:


Medienskandale
  • 2006
  • 486 S., 7 Abb., 1 Tab., dt.
  • Broschur, 213 x 142
  • ISBN 978-3-938258-27-9

  • 34,00 EUR
  • lieferbar

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